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ADHS = Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts (Hypoaktivitäts) - Syndrom
Einschlafprobleme bei ADHS-Kindern - Lösungsansätze
"Kitzeltherapie"
Eine mögliche "sanfte" Lösung besteht darin, ihn abends vor dem Schlafen gehen durchzukitzeln. Das fordert allerdings viel Kraft seitens der Eltern. Danach wird er ins Bett verfrachtet und dort hat er zu bleiben. Das ist ein frage des Trainings. Funktioniert nach etwa 2-4 Monaten.
Sportliche Aktivität und Vorlesen
Eine weitere Möglichkeit besteht darin, dass das Kind am Tag so viel Bewegung haben muss wie irgend möglich. Eine Sportbetätigung (gerade auch Kampfsportarten eignen sich in zweierlei hinsicht: Ausmisten + Disziplin). Abends wird dann vor dem Schlafen gehen eine Geschichte vorgelesen, oder abwechselnd gelesen. Lesen strengt Menschen mit ADHS unglaublich an, sie werden dann schnell müde. Auch langes zuhören macht sie schnell müde.
Abendliche Gabe von Medikamenten
Andere Möglichkeit besteht tatsächlich in der Gabe von Medikamenten. Dabei langen gewöhnlich geringe Dosen. Warum gibt man dies am abend? Nun, wer ADHS selbst hat, der weiß das einem nach dem hinlegen unendlich viele Gedanken durch den Kopf jagen. Nicht selten stehen Kinder als auch Erwachsene wieder auf, obwohl sie eigentlich Hundemüde sind - sie sind von Gedanken und innrer Unruhe getrieben.
Um diesen Gedankenwirbel abzustellen und innerlich zur Ruhe zu kommen gibt man eine gringe Dosis Methylphenidat. Mit "Narkose"-Schlaf hat das absolut nichts zu tun. Diese Maßnahme kann greifen, muss aber nicht. Es kommt auf die Menge des Medikamentes an die gegeben wird.
Doch bevor sie diese Option wählen, sprechen sie diese unbedingt vorher mit dem behandelnden Arzt ab! Behandeln Sie nicht eigenmächtig ihr Kind mit Medikamenten!
Schnuller und Babyflasche
Eine Möglichkeit, die im Grunde genommen nicht diskutiert wird weil sie der gesellschaftlichen Norm nicht entspricht, ist die Gabe des Schnullers als Einschlafhilfe. Oder die abendliche Babyflasche als Ritual zur Beendigung des Tages
Ob Schnuller oder Babyflasche: Mit beidem finden auch größere ADHS-Kinder zur Ruhe.
Da diese Möglichkeit gegen die gesellschaftlichen Normen verstößt, wird öffentlich darüber nicht gesprochen, obwohl der Schnuller und die Babyflasche bei den meisten ADHS-Kindern deutlich länger (bis ins Grundschulalter hinein) im Einsatz sind als bei gesunden Kindern.
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