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ADHS bei Kindern

ADHS = Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts (Hypoaktivitäts) - Syndrom

Kinderzimmer aufräumen

Kinderzimmer aufräumen mit ADHS-Kindern

Aufräumen – das Dauerthema in jeder von ADHS betroffenen Familie. Durch diesen Dauerbrenner sind schon viele Familien kaputt gegangen. Denn die Eltern wurden dadurch oft zum "Feind" des Kindes und nahmen ein echtes Feindbild im Kind an.

Doch auch hier gibt es Handlungsmöglichkeiten.


Ordnung im Kinderzimmer ist jedoch zwingend notwendig. Aus zwei Gründen:

1.Ordnung braucht es später im Berufsleben. Ordnung schafft im Berufsleben Überblick und Sicherheit (Unfallverhütung). Unfallverhütung lernen Kinder am besten, wenn sie ihr eigenes Zimmer haben, und dafür auch die Verantwortung tragen.

2. Ein aufgeräumtes und ordentliches Kinderzimmer schafft optische Ruhe. Wenn viele Sachen herumliegen, dann kann sich das Auge nicht auf das Wesentliche im Raum konzentrieren, weil es mit optischen Reizen überflutet wird. Chaos im Zimmer = Chaos im Kopf.

Um Reizüberflutung durch die Möbel zu verhindern, empfiehlt es sich, geschlossene Schränke im Kinderzimmer zu verwenden. Offene Regale mit tausend Sachen schaffen eine überreizte Atmosphäre. Das Kind kommt bei „offenen Schränken“ innerlich nicht zur Ruhe.


Der Aufräum-Tag

Eines der gängigsten Modelle ist der berühmte "Aufräum-Tag". Es handelt sich dabei um einen Tag in der Woche - der Sonntag eignet sich dafür am besten - an dem nur aufräumen angesagt ist. Planen Sie am besten den ganzen Tag dafür ein, alles andere ist i.d.R. unrealistisch (vor allem beim ersten Mal). Dieses Konzept klingt ganz einfach, doch wer ein „ADHS-Kind“ hat, der weiß dass es sich dabei vielmehr um ein Konzept für einen Kampf handelt, als um ein einfaches Konzept zum Aufräumen. Deshalb einige Anmerkungen dazu.

Lassen Sie das Kind beim Aufräumen (auch im Jugendalter) nicht alleine aufräumen. Steht ein Kind vor seinem Zimmer, so wird es von seinem Chaos erschlagen und resigniert (=aufgaben) schon vor dem ersten Handgriff. Räumt man mit dem Kind gemeinsam auf, ist es für das Kind leichter. Denn das ADHS-Kind sieht sich dem chaotischen Haufen Zeug im Zimmer nicht völlig allein ausgesetzt. Zum anderen haben Sie als Eltern die Möglichkeit das Zimmer zu inspizieren. Sie verschaffen sich dadurch einen Überblick über den "Bestand" im Kinderzimmer. In aller Regel finden Eltern auch Sachen wieder, die sie schon vor langem abgeschrieben haben.

Um sich einen guten Überblick zu verschaffen, ist es sinnvoll alles am Boden liegende und alle anderen Sachen die aufgeräumt werden müssen – inkl. Kleidungsstücke & Co. – in ein großes offenes Behältnis (z.B. Wäschekorb) zu befördern und dann Teil für Teil aufzuräumen. Auf diese Weise lernt das Kind sein eigenes Zimmer kennen, jede Woche neu. Schränke zu nutzen muss ebenso wie das Laufen oder Radfahren gelernt werden.

Sie werden vermutlich auch immer wieder Sachen finden, die nicht so toll sind. Dazu gehören u.a. vergammeltes Obst, Pausenbrote, volle Gläser und verschüttete Flüssigkeiten (max. eine Woche alt bei Anwendung dieser Taktik). Längst verschollene Fernbedienungen, und anderes technisches Gerät und „geflutete“ (sprich eingepiselte oder verkotete) Kleidung gehören gewöhnlich auch dazu.

Haben Sie einen Sohn der geschlechtsreif ist, könnten Sie auch Taschentücher oder Unterhosen mit einer weißen vertrockneten Flüssigkeit finden. Im Jugendalter ist das allerdings normal wenn der "Knilch" Änderungen an seinem Körper vorfindet und sich – wie es für Kinder üblich ist – sich ausprobiert. Räumen Sie stillschwaigend in die Waschmaschine.


Der blaue Müllsack

Wenn patu nicht aufgeräumt werden will, gibt es nur eine Schlussfolgerung: Ihr Kind hat zu viele Sachen und es kommt damit nicht klar. Packen Sie alles, was nicht aufgeräumt ist in einen Müllsack (möglicherweise brauchen Sie auch mehrere) und lassen Sie diesen verschwinden – z.B. im Keller. Sammeln Sie alles ein und halten Sie es unter Verschluss. Die Sachen kommen erst wieder hoch, wenn ihr Kind bereit ist aufzuräumen. Und dann am besten Stück für Stück aufräumen.

Diese Maßnahme scheitert in aller Regel an der elterlichen Inkonsequenz. Wird jedoch durchgehalten, greift die Maßnahme spätestens nach 8 Wochen.


Die "Weniger ist mehr" – Taktik

Ist das Kinderzimmer ständig "dicht", so muss man sich überlegen, welche Sachen unbedingt gebraucht werden und was tatsächlich zu viel ist. Zu viel, damit sind Sachen gemeint wie z.B.:

  • Spielzeug, mit dem nicht mehr gespielt wird
  • Kleidungsstücke, die nicht mehr in die Schränke passen
  • Etc.

Kurz: Alles was am Boden liegt und nicht aufgeräumt wird ist zu viel.


Knackpunkt ist natürlich das Sie als Eltern von ihrem Kind schlecht etwas verlangen können, wenn Sie es als Eltern selbst nicht schaffen ....... Denken Sie an ihre Vorbildfunktion!

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Diese Zusammenstellung der Literatur zum Thema ADHS richtet sich im speziellen an Lehrkräfte und ErzieherInnen.
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