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ADHS = Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts (Hypoaktivitäts) - Syndrom
Medikamenteneinnahme in der Schule
Es ist nicht möglich Pädagogen (z.B. Erzieher / Lehrer) dazu zu zwingen bzw. zu verpflichten einem Kind Medikamente zu geben. Dabei ist nicht entscheidend ob das Medikament unter die BTMG-Bestimmungen fällt oder nicht. Der Gesetzgeber sagt ganz eindeutig das Pädagogen keine medizinischen Fachkenntnisse haben und somit auch nicht verpflichtet werden können Medikamente jeglicher Art an Schutzbefohlene abzugeben.
Ein anderer Aspekt, der berücksichtigt werden muss ist der, das ADHS-Kinder von anderen Mitschülern gehänselt werden. Dies kommt öfter vor als man es wahrhaben möchte. Die regelmäßige Einnahme von Medikamenten in der Schule bietet immer viel "Zündstoff".
Eine mögliche Lösung dafür wäre das Umstellen von (z.B.) Ritalin auf Ritalin SR. Also ein sog. Retardprodukt (d.h. Langzeitpräparat). Die Einnahme erfolgt am Morgen und hält bis zu 7h an. In manchen Fällen ist es sinnvoll ein normales Präparat und ein Retardprodukt zu kombinieren. Denn das Retardpräparat wirkt manchmal erst bis zu 1,5h nach der Einnahme. Dies ist jedoch vom jeweiligen Produkt abhängig. Dies MUSS von den Eltern mit dem behandelnden Arzt abgesprochen werden!
Eine andere Möglichkeit wäre das Medikament einem Lehrer zu geben, welcher sich freiwillig bereit erklärt auf das Medikament und seine Vergabe zu achten und dies auch gewissenhaft auszuführen. Seltener bietet sich die Möglichkeit der Schulschwester das Medikament zu geben und die entsprechenden Gaben auszuführen, diese kann jedoch, da sie zum medizinischen Fachpersonal zählt, verpflichtet werden auf die korrekte Vergabe zu achten und auszuführen.
Wenn sich eine Lehrkraft dazu bereit erklärt muss folgendes unbedingt beachtet werden:

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