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ADHS = Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts (Hypoaktivitäts) - Syndrom
Verschreibung von Medikamenten für ADHS sinkt im Jahresvergleich
Das deutsche Arzneiprüfungsinstitut (kurz DAPI) untersucht im Auftrag der Bundesvereinigung der Apotheken (kurz ABDA) die Zahl der ADHS Patienten anhand der Verschreibungen.
Im Jahr 2008 wurden 407.000 gesetzlich Versicherte mit Medikamenten behandelt, bei denen eine ADHS-Diagnose vorlag. Im Vergleich zum Vorjahr 2007 ist dies eine Steigerung um 5%.
Auf die letzten drei Jahre gesehen sinken die Verschreibungen jedoch. Denn im Vergleich von 2007 und 2006 stiegen die Verordnungen noch um satte 7%.
| Entwicklung der Verschreibungen in der Übersicht |
| Jahresvergleich |
Zunahme der Verschreibungen in % zum Vorjahr |
| 2006 / 2007 |
+7% |
| 2007 / 2008 |
+5% |
Aus dem Vergleich der letzten Jahre lässt sich ableiten, das die Verschreibungen auch 2009 sinken könnten. Andererseits könnte auch die Rezession dafür verantwortlich sein. Denn gerade Erwachsene ADHS-Patienten - welche medikamentös behandelt werden - die durch die anhaltende Krise arbeitslos geworden sind, werden sich die Medikation nicht mehr leisten (können).
Verordnet wurden Medikamente mit den Wirkstoffen Methylphendiat, Atomoxetin und Modafinil.
Rund die Hälfte der Verordnungen wurden von Kinderärzten getätigt. 27% der Verordnungen kamen von Neurologen.
Interessant ist auch, das die Medikation pro Patient seit Jahren gleich bleibt. Das bedeutet, das die Patienten ihre Jahresdosen nicht gesteigert haben. Daraus lässt sich ableiten, das die Medikamente nicht abhängig machen - wie von Kritikern immer wieder gern behauptet wird.
Von Privatversicherten liegt leider kein Datenmaterial vor.
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