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29.03.2010 ADHS - Nur ein Kommunikationsproblem des Gehirns?
Erstmals haben Forscher nachgewiesen, dass die Kommunikation bestimmter Hirnregionen bei ADHS gestört ist. Wenn diese Studie Recht behält, so wäre dies der physische Beweis für die Existenz von ADHS. Außerdem würde dies dazu führen, dass das Diagnoseverfahren geändert werden muss(!). Und zwar dahingehend, dass die Diagnoseleitlinien an die neuen Erkenntnisse angeglichen werden müssen.
Wenn Kinder mit ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) Tests zur Aufmerksamkeit durchlaufen, können laut Studie bestimmte Regionen des Gehirns keine normale Verbindung zur Kommunikation herstellen.
Die Forscher zeichneten mittels EEG die Alpha-Wellen des Gehirns auf und stellten fest, dass manche Regionen des Gehirns nicht miteinander kommunizieren würden. Die Alpha-Wellen können im EEG immer dann festgestellt werden, wenn die Gehirnbereiche keine Kommunikation mit anderen Gehirnbereichen aufweisen. Dadurch können nachweislich Informationen im „ADHS-Gehirn“ nicht weitergegeben oder verarbeitet werden.
Für diese Studie machten Kinder mit ADHS einen Test zur Aufmerksamkeit, während sie mittels EEG beobachtet wurden. Ebenso gab es eine Kontrollgruppe von Kindern ohne ADHS.
Dies gilt (angeblich) als der erste wissenschaftliche Nachweis, dass bei ADHS-Patienten das Gehirn nicht optimal funktioniert.
Durchgeführt wurde die Studie in Kooperation von Center for Mind and Brain und am M.I.N.D.-Institut der University of California-Davis.
Ob und wie diese neuen Erkenntnisse in der Praxis Anwendung finden ist jedoch noch unklar.
Fakt ist allerdings, das im Fall der Richtigkeit dieser Studie künftig genauere Diagnosen möglich sind. Vor allem die Falschdiagnostik, bzw. unzureichend ausgeführte Diagnosestellungen, könnten der Vergangenheit angehören.
Infolinks dazu:

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