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ADHS = Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts (Hypoaktivitäts) - Syndrom
Struktur in der Schule
Die Bildung und Einhaltung von festen Strukturen bilden die Grundlage um dem ADHS-Kind Ordnung in den Tagesablauf zu bringen.
Strukturen können sein:
- Veränderung der Lernumgebung (Struktur durch Reizreduktion)
- Reizkontrolle im Sinne von Reizanreichung, sowohl des Lernmaterials als auch der Lernumgebung
- Strukturierung des Schulprogramms und des Lernprogramms unter Beachtung des Lernstandes des einzelnen Schülers
- Anwendung eines Bekräftigungssystems im Rahmen eines individuellen Belohnungssystems
Die Raum- und Materialgestaltung, die Zeitstruktur sowie der Beschäftigungsmodus müssen vor diesem Hintergrund in den sozialen Kontext eingebunden sein. Außerdem muss der Reorganisation des kindlichen Selbst im Unterricht erhöhte Beachtung geschenkt werden, da von einem negativen Selbstbild des ADHS-Kindes ausgegangen werden kann, bzw. muss.
Zur Veränderung der emotionalen Veränderung der emotionalen Befindlichkeit des Kindes müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die eine Selbstfindung ermöglichen und eine Entwicklung zur Selbstverwirklichung in Gang setzen.
Es kann von einem 3-Stufenmodell ausgegangen werden:
- Grunddatenerhebung
- Experimenteller Phase 1
- Experimenteller Phase 2
Während der Grunddatenerhebung werden die bisher üblichen nicht-strukturierten Lernbedingungen ohne systematischen Einsatz von Bekräftigungsprogrammen, Lernzentren und Materialstrukturierung beibehalten. Sie stellt eine stark fremdgesteuerte Phase dar, welche die Entwicklung einer ausreichenden Aufnahmebasis für das kognitive und das soziale Lernen zum Ziel hat.
Der Unterricht ist in der ersten experimentellen Phase dadurch gekennzeichnet, das die Reizstrukturierung in halbprogrammierter Form erfolgt. Die Selbststeuerung der Schüler nimmt zu und sie können vermehrt auf die Prozesse der Unterrichtsplanung und –gestaltung Einfluss nehmen.
In der dritten Phase wird die systematische Bekräftigung zurückgenommen, während die Reizstrukturierung, Materialstruktur beibehalten wird. Ziel dieses Programms ist es die bereits erwähnte emotionale Stabilität der Kinder und die Fähigkeit, Erfahrungen in allen bereichen zu machen und in ihr Selbst zu integrieren.
Trotz angestrebter Ganzheitlichkeit bleibt eine funktions- und leistungsorientierte Ausrichtung vorherrschend. Ein Individualplan sollte hier jedoch zusätzlich in Erwägung gezogen werden.

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