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ADHS = Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts (Hypoaktivitäts) - Syndrom
Stellungnahme: Warnung vor Spätfolgen von Ritalin bzw. dem Wirkstoff Methylphenidat
Der Neurobiologe Prof. Hüther, der seit 20 Jahren mit Ratten forscht, aber keine Patienten mit ADHS betreut, warnt auf der Basis seiner eigenen, wissenschaftlich nicht bewiesenen Hypothesen, vor möglichen Folgen. Es gibt keinerlei Nachweise wissenschaftlicher Art, dass als Spätfolge Parkinson auftreten könnte, obwohl bereits seit 45 Jahren Methylphenidat (Ritalin) in der Therapie verwendet wird.
Die Aussage, dass Methylphenidat die Ausschüttung von Dopamin verhindert ist falsch. Richtig ist, dass Methylphenidat den Rücktransport von Dopamin in die Ursprungszelle verlangsamt, durch Blockade der Dopamin-Transporter.
Es sind nicht nur 160 000 Kinder in Deutschland betroffen, sondern alleine zwischen 6 und 16 Jahren sicher 350 000. Behandelt mit Stimulanzien werden allerdings nur ca. 50 000 - und das ist eine krasse Unterversorgung!
Wirkungsvollste Therapie bei ADHS ist die medikamentöse Therapie. Das konnte die große MTA-Studie in USA eindeutig nachweisen.
Nicht alle ADHS-Patienten brauchen Psychotherapie - aber für diejenigen, die dringend Psychotherapie brauchen, fehlt es weitgehend an geeigneten Therapieplätzen.
Gesellschaftliche, schulische und politische Verbesserungen für Kinder und Unterstützung in der Erziehung für Eltern sind dringend notwendig. Dennoch darf wegen solcher gesellschaftlicher Visionen eine notwendige medikamentöse Therapie, der unter hohem Leidensdruck stehenden Kinder und Jugendlichen mit ADHS, nicht aufgeschoben oder unterlassen werden. Spätfolgen durch die fehlende Behandlung, wie schwere Störungen der Persönlichkeitsentwicklung, vermehrte Neigung zu Suchtverhalten und Delinquenz, dürfen nicht in Kauf genommen werden.
Dr. Klaus Skrodzki
Hiermit möchte ich mich bei Herrn Dr. Skrotzki recht herzlich bedanken, das ich die Stellungnahme veröffentlichen darf.
Christian Tietgen
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